Wer 2026 eine Plattform baut, hat die Wahl: drei bis fünf Drittanbieter-Tools verkleben (Buchung + CRM + Conversion-Tracking + Automatisierung + Payment + Baukasten) — oder Engines selbst bauen. Die intuitive Antwort ist „SaaS, das geht schneller“. Die Rechnung sagt oft das Gegenteil.
Die versteckten Kosten der Glue-Architektur
- Pro Tool eine eigene Auth, ein eigenes DSGVO-AVV, ein eigener Support-Vertrag
- Pro Integration ein bezahlter Plan-Sprung (Zapier-Multi-Step, Webhooks, API-Limits)
- Pro Update ein Risiko: ändert sich eine API, fällt die Kette
- Pro Wechsel ein Datenexport — wenn überhaupt möglich
Wann Owned Stack lohnt
Owned Stack lohnt, sobald drei Bedingungen zusammenkommen: erstens, die Logik ist domänenspezifisch (Buchung, Tracking, Branchen-CRM); zweitens, das Tool berührt operative Tagesarbeit (nicht nur Reporting); drittens, der erwartete Lebenszyklus liegt jenseits von 24 Monaten.
Klassisches Webformular oder einmalige Marketing-Aktion? Da reicht ein SaaS. Conversion-Tracking-Pipeline, die alle Leads gewichtet? Da rechnet sich der eigene Layer in Monat 6.
Was wir bei DEVRIX immer selbst bauen
- Buchungs-Engine (keine externen Kalender-SaaS)
- First-Party-Conversion-Tracking (eigene Server-Route, keine Analytics-Drittanbieter als Primär)
- Lead-Schema + Server Action (kein Webformular-Anbieter)
- Multi-Tenant-Routing + Auth — wenn die Plattform mehrere Mandanten trägt
Drittanbieter behalten wir für Infrastruktur (Vercel, Supabase, Resend, Turnstile) — Hosting, Datenbank, Mail-Versand, Bot-Schutz. Anwendungslogik bleibt im Code-Repo. Drittanbieter-Lock-in auf der Infrastruktur-Ebene ist tolerierbar, auf der Anwendungsebene nicht.